des Ayurveda

6 Therapiesäulen

Therapie im Ayurveda:

Das Besondere am Ayurveda im Vergleich zur Schulmedizin ist jedoch, die bei allen Krankheiten und Störungen individuelle und ganzheitliche Betrachtung eines jeden Menschen.
Dies spiegelt sich auch in der Therapie wider. Die Behandlung im Ayurveda ist insofern besonders, als dass man nie nur ein Symptom oder eine Krankheit behandelt, sondern immer den ganzen Menschen.
Die 6 Therapiesäulen des Ayurveda:
Grundprinzip der Behandlung ist den in Dysbalance geratenen Organismus wieder in Gleichgewicht zu bringen, und dies mit den 6 Therapiesäulen des Ayurveda:

1. Lebensstil

(Achtsamer Umgang mit sich selbst und der Umgebung, Umwelt und anderen Lebewesen, Ordnung, Routine z.B. Morgenroutine, Meditation, Ethik, Moral, etc. ) Alle Taten haben eine bestimmte Wirkung auf ein Dosha. Z.B. Reisen erhöht Vata, viel Sprechen und Fasten erhöht Vata. Neid, Eifersucht oder Wut erhöhen Pitta. Auf der Couch lümmeln, lange Schlafen und viel Essen erhöht Kapha. Zum Ayurveda gehört auch Yoga und dessen Philosophie: Moralisches Verhalten fördert Gesundheit, unmoralisches Verhalten fördert Krankheit.

2. Ernährung

Ernährung spielt im Ayurveda eine zentrale, wenn nicht die wichtigste Rolle! Dbzgl. wird die Nahrung nicht nur nach den gängigen Schemen wie „gesund“ und „ungesund“ kategorisiert, sondern wie alles im Ayurveda individuell betrachtet. Ist für den einen Rohkost gut verträglich, ist es für den anderen ungeeignet. Dementsprechend wird nach Analyse der Konstitution und der Verdauungskraft ein individueller Ernährungplan mit zuträglichen Lebensmitteln und auch Gewürzen erstellt.

3. Bewegung

(konstitutionsgerechte Bewegung z.B. für Vata sind schnelle Sportarten weniger geeignet, weil sie Vata erhöhend wirken. Hingegen sind Spazieren oder sanfte Yogaübungen Vata reduzierend. Das heißt nicht, dass ein Vatatyp nicht laufen soll. Wenn er nach dem Laufen Vata senkende Maßnahmen wie z.B. langsame Yogaübungen oder Meditation hat er seine durch das Laufen ausgelöste Vataerhöhung wieder ausgeglichen.

4. Kräutertherapie

(u.a anhand der Wirkung auf die Doshas werden Heilpflanzen kategorisiert und gezielt angewendet. Somit kann man im Ayurveda nicht sagen, dass man eine bestimmte Krankheit mit dem Kräuterpräparat behandelt, wie das in der Schulmedizin der Fall ist. Außerdem werden in der Schulmedizin häufiger Symptome mit Medikamenten behandelt als die Krankheit an sich. Bsp. Asthma: Da gilt im Ayurveda Asthma ist nicht gleich Asthma: Asthma beim Pittatyp wird anders behandelt als beim Kaphatyp, da es auch unterschiedliche Symptome hat. Z.B: ist bei Kapha Schleim im Vordergrund und bei Pitta die Entzündung etc.

5. Manuelle Therapie

Manuelle Therapie im Ayurveda reicht von Massagen bis zu lokalen Ölanwendungen über bestimmten Körperregionen, Massagen mit Kräuterstempeln oder Trockenpasten – je nach gewünschter Wirkung wieder individuell angewendet nach Konstitution und Beschwerdebild. Insbesondere bietet der Ayurveda eine gut wirksame Lokaltherapie mit mediziniertem Öl bei Kreuzschmerzen oder Kniearthrose.

6. Reinigungskur

Pancakarma therapeutische Königsdisziplin im Ayurveda. Tiefgreifende Therapie bzw. Reinigung des gesamten Körpers und aller Zellen bei schwerwiegenden Erkrankungen. Dabei werden die über das gesunde Maß hinaus bestehenden Doshas aus dem Körper ausgeleitet (Bsp. Kapha mit induziertem Erbrechen, Pitta mit Abführen und Vata mit Darmeinläufen.)
1 bis 4 Sind feste Bestandteile eines jeden meiner individuell für euch zusammengesetzten Therapiepläne.
5 und 6 biete ich in meiner Ordination nicht an. Ergibt sich meiner Meinung nach die Notwendigkeit für eine solche Behandlung leite ich euch gerne an kooperierende Institutionen weiter.